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Katholischer Pfarrer

So dürfen wir beten. Gott du Schöpfer, du Lenker aller Dinge, schau gnädig auf uns.

Erbahmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und meine Wege sind nicht eure Wege spricht der Herr. Sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken. Soweit die Lesung. Wir hören jetzt die gleiche Lesung auf Slowenisch.

Geschätzte Anwesende, liebe überzeugte, suchende, fragende Christen. Dass Gottes Wege andere Wege sind als unsere Wege das müssen wir immer schmerzlich erfahren. Nämlich die Wege der Menschen gehen oft sehr verschlungen und schaffen Leid, Trauer, Tod und die vielen Tränen, und auch der Dank hat sie damals zusammengeführt, hier auf diesem Berg, um eine Gedenkstätte zu errichten für die toten Kameraden und auf sie nie zu vergessen, aber auch auf die, die den Krieg erlebt haben und überlebt haben und die bis zum Heute dieses Gedenken, bis zur heutigen Tag dieses Gedenken auch weitertragen.

Aber es hat immer Menschen gegeben in schwerer Zeit, und das gilt bis zum heutigen Tage, äh die, die anderen Gedanken Gottes als Hilfe und Stärkung und Stütze in ihrer Not und in ihrem Leben gesehen haben. Und ich möchte einen zitieren, einen evangelischen Theologen, der das Ende des Zweiten Weltkrieges nicht erlebt hat, sondern der in der Gefangenschaft gestorben ist, Dietrich Bonnhöfer, der auch in der schwersten Zeit an diesen Glauben, das Gottes Gedanken gute Gedanken sind, die den Menschen über den Tod hinaus und vor dem Tod auch Frieden im Herzen bringen, den möchte ich jetzt zitieren: "Von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar, so will ich diese Tage mit euch leben und mit euch gehen in ein neues Jahr. Noch will das Alte unsere Herzen quälen, noch drückt uns böser Tages schwere Last, ach Herr, gib unseren aufgescheuchten Seelen das Heil, das du uns bereitet hast. Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittren des Leides, gefüllt bis an den höchsten Rand, so nehmen wir ihn dankbar ohne zittern aus deiner guten und geliebten Hand. Doch willst du uns noch einmal Freude schenken an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz, dann wollen wir des Vergangenen gedenken und dann gehört dir unser Leben ganz. Von guten Nächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag. Amen."

Die Militärmusik spielt uns einen Choral aus der Europamesse und führt (Schnitt)

Als über 99 gerechte, die es nicht nötig haben umzukehren, Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Christin und Christ, Mensch aus der Pilgerschaft. Der Sonntag von heute und der Montag von morgen stehen in einem großen Spannungsfeld. Sie sind angesprochen worden und sie werden morgen noch einmal ihre Resonanz finden. Menschen von heute und von morgen werden sich finden, am Sonntag und am Montag, je in anderen Gruppierungen und auch in gemeinsamen Schnittflächen. Wenn wir heute hier den Ulrichsberg als Heimkehrer- und Dankesfeier in die Mitte stellen, aber in gleicher Weise auch morgen von Opfern sprechen werden und derer gedenken für die eine Gedenktafel an der Khevenhüller Kaserne angebracht wurde. Und wenn ich es richtig verstehe haben die Aussagen der Presse richtig von Steinkellner übermittelt wurde. Wir gedenken hier der Opfer des Krieges. Und damit meinen wir alle Opfer des Krieges, selbstverständlich die, die in Uniform sich als Opfer auf je ihrer Seite und je ihres Verständnisses von Politik und Vaterland verstanden haben, aber natürlich auch die zivilen, die politischen Opfer, die Judenverfolgungen, Menschen anderer Farben, anderer Gesinnungen, anderer Neigungen. Und so sehe ich die Ulrichsbergfeier als eine dieser Feiern, in der tatsächlich aller Opfer, den Christus ist für ALLE gestorben, es gibt nur EINE Form von Lösung und Erlösung.

Und so darf ich in diesen beiden Schnittpunkten gemeinsam mit Pfarrer Mathiasik (?), heute und morgen auch an Menschen und an Gott das Wort richten, das Gehör finden mag. Schauen sie die Ellipse hat immer zwei Punkte, aber die Ellipse ist nur die eine Form des menschlichen Lebens und deshalb schaffen wir uns mehr als die Ellipse, wenn die Punkte sich zusammenbewegen und sich in der Mitte treffen, sodass der Kreis wird und aus der Mitte heraus der Mensch lebt und nicht nur in elliptischen Punkten sich in der einen oder anderen Form bestaunen oder begaffen oder bestarren kann. Und so wie es im menschlichen Bereich, wo sich alleine in der Biologie zum Beispiel diese Zelle der Frau und diese Möglichkeit des Mannes, Samen und Eizelle trifft, je eigenständiges, noch vorgeformtes Leben sich verbinden und in einer Explosion könnte man sagen, einer neuen Information sich Bewegung gehör verschafft, denn nicht jeder von uns ist so gekommen. Die Zeugung des Menschen ist letztendlich unter dem großen ja des Anspruches, des Gottes der vom Leben spricht. Dieses Leben wollen wir feiern. In all den Dimensionen vom Anfang bis zum Ende und wir wollen traurig darüber sein, denn das Leben der Vielen durch Situationen die leider Gottes aus der Unzulänglichkeit wir sind Heilige und Sünder zugleich. Simul iustus et peccator. Das wir hier uns auf dem Ulrichberg in der Mitte finden und nicht nur in der Ellipse zu Hause sind.

Und so dürfen wir hier das Wort , es wurde schon einer der Großen, Dietrich Bonnhöfer gehört für mich zu den großen Heiligen, so auch Reinhold Schneider, den ich nehme, der zuerst in großer Erfahrung des Damals, aber auch auf dem Weg herauf die Fahnen die für Vergangenes schon wieder stehen, es findet sich alles leider Gottes immer wieder. Und doch der Anspruch, es muss im Heiligen die Geschichte münden. Die großen Fürsten werden wieder reiten und auferstehend aus dem Grab der Zeiten. Die Völker keuchen unter ihren Sünden. Allein den Betern kann es noch gelingen, das Schwert ob unseren Häuptern aufzuhalten und diese Welt den richtenden Gewalten durch ein geheiligt Leben abzuhängen. Den Täter werden nie den Himmel zwingen, was die vereinen wird sich wieder spalten, was sie erneuern über Nacht veralten und was sie stiften Not und Unheil bringen. Jetzt ist die Zeit, dass sich das Heil verbirgt und Menschen-Hochmut auf dem Markte feiert. Indes im Dom die Beter sich verhüllen bis Gott aus unseren Opfern Segen birgt und in den Tiefen, die kein Aug entschleiert, die trocknen Brunnen sich mit Leben füllen.

Und aus diesem Brunnen von dem Jesus spricht mit der Samariterin. Von diesem Brunnen wo das Wasser nicht ausgeht. Von diesem Brunnen spricht das Kredo das im Glauben nicht ausgeht. Und so können wir uns als Menschen vertraut auf die Gültigkeit der Ewigkeit Gottes bekennend, miteinander ausbrechen.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinab gestiegen in das Reich des Todes, auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Was an Wort zu sagen ist gesagt, was an Gabe zu feiern, wird gefeiert wenn Christus nun, deutend sich selbst in Brot und Wein, als seine Gabe seines ganzen Lebens wieder schenkt (? 38:48)

(Glocke) In gleicher Weise nahm der Herr den Kelch mit kostbarem Weine, dankte wieder-um, er reichte ihn den seinen und sprach nehmet und trinket alle daraus. Das ist der Kelch des neuen und des ewigen Bundes, mein Blut, dass für euch und für alle ver-gossen wird, zur Vergebung der Sünden. Tut dies zu meinem Gedächtnis. (Glocke)

Geheimnis der Liebe, gefeiert als Geheimnis des Glaubens. Tod, du Herr verkünden wir, deine Auferstehung preisen wir, du kommst in Herrlichkeit (Gebet - alle). So können wir dankbar sein, dass wir in freier Gesellschaft, in einem freien Land, in einer freien Kirche, die Feier des Heiles an den Menschen vollziehen dürfen. Wir dürfen hereinnehmen die Vielen, die unser Gebet dankbar erwar-ten, Benedictus der Papst, Aloisius und Christian, die uns verantwortlichen Bischöfe, Manfred, der Superintendent. Für alle Menschen, für Priester, Pastoren, für Diakone, für alle, die hilfreich sind, das sind vor allem sie, die “Geranten” und die Zukunft, die Weiterführenden, des Glaubens an Jesus, der die Liebe ist.

(Schnitt)

In der Sinnhaftigkeit, werde ich den Traditionsträgern, die heilige Kommunion jetzt austeilen, der Herr evangelische Militärpfarrer wird die heilige "Lesebet" schließen, mit dem Schlussgebet und das Segenswort sprechen und dann kann die Feier gleich in Zügigkeit fortgesetzt werden, ich glaub das ist immer sinnvoll auch für alle.